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Zufrieden trotz Krise

Kein Stimmungstief in Sachen Geld in Deutschland

Es scheint paradox: Die finanzielle Zufriedenheit in Deutschland hat weiter zugenommen. Auch im zweiten Pandemiejahr hat ihr die Coronakrise keinen Dämpfer verpassen können. Ganz im Gegenteil.

Aktuell sind 43 Prozent der Bevölkerung (sehr) zufrieden mit ihrer finanziellen Situation – und damit noch einmal ein Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des Vermögensbarometers 2021 „Die Deutschen und ihr Geld“. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat die repräsentative Umfrage zum Weltspartag durchgeführt.

Die Deutschen und ihr Geld

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Dennoch haben die Pandemie und ihre Auswirkungen Konsequenzen auf das Verhalten der Menschen. Sie haben dazu geführt, dass die Sparquote wieder ansteigt: 24 Prozent der Befragten haben mehr Geld zur Seite gelegt oder wollen das zukünftig tun. Das ist immerhin ein Plus von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Neuer Trend: Veränderte Präferenzen bei der Geldanlage
Nicht nur das Sparverhalten hat sich geändert, sondern auch die Anlageformen: Das Sparbuch – über Jahrzehnte die beliebteste Anlageform – rangiert jetzt mit 20 Prozent auf Platz drei. 2020 war es noch an zweiter Stelle. Aktien stehen hingegen zum zweiten Mal an erster Stelle, nunmehr gefolgt von Investmentfonds. Beide Anlageformen haben ihre Positionen mit 25 Prozent beziehungsweise 22 Prozent um jeweils zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut.

Außerdem halten dem Vermögensbarometer zufolge 19 Prozent eine Immobilie zur Vermietung für eine geeignete Geldanlage. Dieser Wert ist ähnlich wie im Vorjahr. Knapp dahinter ist mit einem Anteil von 18 Prozent die selbst genutzte Immobilie gelandet. Hier sind die Einbußen mit drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr deutlich größer. Besonders auffällig ist aber, dass sich das Interesse an den sogenannten Kryptowährungen laut Vermögensbarometer mit nunmehr sieben Prozent im Laufe eines Jahres mehr als verdoppelt hat. 2020 waren es noch drei Prozent.

Finanzwissen: Noch viel Verbesserungsbedarf – und Beratung ist gefragt
Sehr deutlich haben die Teilnehmenden der Studie zu verstehen gegeben, wie es um ihr Finanzwissen bestellt ist. Das Ergebnis: Während insgesamt 65 Prozent ihr allgemeines Finanzwissen als sehr gut bis befriedigend bezeichneten, gaben 62 Prozent an, ihr Wertpapierwissen sei nur ausreichend bis ungenügend. Und knapp die Hälfte (48 Prozent) halte ihre Kenntnisse über Altersvorsorgeprodukte für ausreichend bis ungenügend.

Zudem gaben die Befragten an, wie wichtig ihnen die verschiedenen Möglichkeiten persönlicher Beratung sind. An erster Stelle steht mit 58 Prozent die Beratung in der Geschäftsstelle. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Telefonische Beratung folgt mit 46 Prozent (sechs Prozentpunkte mehr als 2020) auf dem zweiten Platz. An dritter Stelle rangiert die Online-Beratung, etwa per Telefon mit geteiltem Bildschirm, per Screensharing oder Robo Advisor, mit 38 Prozent (vier Prozentpunkte mehr als 2020).

Erneuter Spitzenreiter: Mehr als die Hälfte der Deutschen vertraut den Sparkassen
In Sachen Vertrauen liegen die Sparkassen erneut und mit großem Vorsprung auf dem 1. Platz. 54 Prozent der Teilnehmenden der Umfrage – und damit deutlich mehr als die Hälfte – haben sehr hohes oder hohes Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute. Die Volks- und Raiffeisenbanken als stärkster Wettbewerber folgen laut Vermögensbarometer mit einem Anteil von 46 Prozent auf Rang 2. Das höchste Ansehen unter den Privatbanken hat mit 38 Prozent die ING.

Das Vermögensbarometer „Die Deutschen und ihr Geld“ wird seit 2005 erhoben. Im Zeitraum vom 1. bis 15. Juli 2021 hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar mehr als 4.800 Menschen ab dem Alter von 14 Jahren online befragt. Auf jedes Bundesland entfallen mindestens 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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