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Kultur

Musikalisches Pantomimenspiel

Einzigartige Kooperation zwischen Nord und Süd

Was haben die Erfahrungen der Pandemie mit Ihnen persönlich gemacht? Mussten Sie im Job Vollgas geben oder wurden Sie ausgebremst? Wie sind Sie damit umgegangen? Der Kleine Chor in Husum verarbeitet das Erlebte in einem einzigartigen Projekt.

Er hat bei Marcel Marceau in Paris studiert, lebt nahe der französischen Grenze im Saarland und ist mittlerweile international ein gefeierter Pantomime: JOMI.

Sie haben sich 2008 in Nordfriesland gegründet und stehen für hochklassige a-capella Musik mit überraschenden musikalischen Blickwinkeln: Kleiner Chor Husum.

So unterschiedlich die Kunst der Beiden ist, so gleich waren die Erfahrungen in der Corona-Pandemie: das Erleben der Stille als Ruhe, das Erstarren, die Distanz, der Rückzug in die Natur. Dieses Erleben hat sie zu dem einzigartigen Projekt zusammengeführt: „C. inne halten – über die Stille hinaus“.

Wir nehmen unsere Gäste mit in die Fülle der (scheinbaren) Bewegungslosigkeit.

Die Idee für die Kooperation stammt von der Sopranistin und Chorleiterin Susanne Böhm aus Bohmstedt: „Alle Facetten des Erlebens in der Pandemie drücken JOMI und der Kleine Chor Husum in Bewegung, Musik und Improvisation aus. Wir nehmen unsere Gäste mit in die Fülle der (scheinbaren) Bewegungslosigkeit“.

JOMI spielt Auszüge aus verschiedenen Stücken, die teilweise unter dem Einfluss der Pandemie entstanden sind. Er zählt trotz seiner Hörbehinderung weltweit zu den Spitzenkünstlern seines Faches. JOMI, mit bürgerlichem Namen Josef Michael Kreutzer, studierte beim weltberühmten französischen Pantomimen Marcel Marceau an der École de Mimodrame in Paris. Seine Ausbildung umfasste neben der Pantomime u.a. auch Modern Dance, Schauspiel, Akrobatik, Fechten und Maskenspiel.

Poet der Stille

 

Wie JOMI verarbeiter auch der Kleine Chor Husum die Erlebnisse der Pandemie. Die 16 Sänger haben sich 2008 zusammengefunden mit dem gemeinsamen Faible, acapella-Musik in einem kleinen, beweglichen Vokalensemble zusammen einzustudieren. Der musikalische Bogen des bisher entstandenen Repertoires umspannt die Zeit der frühen Renaissance, des Barock und der Moderne. Dabei wird versucht, Programme auszuwählen, die in den anderen Chören der Region eher selten gesungen werden und eine hohe sängerische Selbstständigkeit erfordern.

 

Der Kleine Chor Husum verarbeitet die Eindrücke der Pandemie musikalisch. Die Musik stammt unter anderem von Cage, Mendelssohn, Whitacre, Voces8 und Strozz.

Woher stammt der Titel für das Projekt?

Böhm erläutert: „C· - eine auf den Kopf gestellte Fermate. In Italien ist das schlicht der Begriff für eine Bushaltestelle. In der Musik ein Haltepunkt. Ein Innehalten, so lange, wie man eine geschmacksvolle und intensive Wirkung erreicht hat. Unter einer Fermate geht man aus der Zeit heraus. Man verlässt den gleichmäßigen Takt. Um danach, verändert, wieder in ihn zurück zu kehren.“

 

In unserem schnelllebigen und aktiven Leben ist es fast die Regel, dass uns Haltepunkte von außen erzwungen werden. Die letzten Jahre waren - und sind es  immer noch, erzwungene Haltepunkte. Der Kleine Chor Husum und JOMI machen diese Haltepunkte hör- und sichtbar.

Erleben Sie die Stille: 

Samstag, 03. September 2022 Yachting Heritage Center Flensburg, 19.00 Uhr

Sonntag, 04. September 2022 Messe Husum, 17.00 Uhr

Karten: 25,- €

Vorverkauf: 

konzert-c.de

Hugdendubel

Liesegang

Abendkasse

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