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Altersgerechtes Wohnen

Barrierefreier Umbau im Eigenheim

Um auch im fortgeschrittenen Alter weiter in den eigenen vier Wänden wohnen zu können, ist häufig ein Umbau notwendig. Wir zeigen Ihnen, was dafür nötig ist und welche Förderung Sie erhalten können.

Spätestens wenn schon flache Stufen zum unüberwindbaren Hindernis werden oder die Beleuchtung nicht mehr ausreicht, um sich unfallfrei fortzubewegen, wird es Zeit, sich mit dem Thema altersgerechter Umbau auseinanderzusetzen. Das gilt insbesondere in Wohnungen und Häusern, die älteren Baujahrs und nicht bereits auf barrierefreies Wohnen ausgelegt sind. Je nach individueller Wohn- und Lebenssituation sollten Sie dabei einige Faktoren in Ihren Räumlichkeiten beachten.

Wichtige Eckpunkte im Überblick:

  • Wohnraum muss ohne Stufen und Schwellen begehbar sein.
  • Beleuchtung und technische Ausstattung müssen die Sicherheit in der gesamten Wohnung garantieren.
  • Türrahmen und Flure müssen breit genug sein, um sich mit einem Rollator oder Rollstuhl bewegen zu können.
  • Die selbstständige Fortbewegung muss möglich sein – ggf. unterstützt durch Hilfsmittel.
  • Das Badezimmer sollte alle Voraussetzungen erfüllen, um sich selbstständig waschen und pflegen zu können.

Mit der „richtigen“ Haustür fängt es an

Eingangsbereich
Sollte Ihr Haus- oder Wohnungszugang aktuell noch über Stufen oder eine Schwelle führen, ist die nachträgliche Ergänzung einer Rampe oder Hebeplattform nötig. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass das Gefälle einer Rampe nicht zu stark ist und das selbstständige Befahren mit einem Rollstuhl ermöglicht. Eine Zugangsrampe kostet etwa 5.500 Euro, eine Hebeplattform zwischen 5.000 und 12.000 Euro.

Ihre Eingangstür sollte mindestens 90 Zentimeter breit sein, Zimmertüren ca. 80 Zentimeter. Darüber hinaus sollten Sie einen Bereich haben, wo Sie einfach zwischen zwei Gehhilfen wechseln können. Grundvoraussetzung für barrierefreies Wohnen sind zudem Klingel, Gegensprechanlage und Türspion – jeweils an die körperlichen Gegebenheiten angepasst.

Badezimmer
Im Badezimmer wird besonders schnell offenbar, wenn die notwendige Bewegungsfreiheit fehlt. Planen Sie bei einer Badsanierung daher eine ausreichend große und bodengleiche Dusche – die optimale Größe fängt bei 120 mal 120 cm an, für Rollstuhlfahrer beträgt sie mindestens 150 mal 150 cm. Die passende Dusche kostet ca. 1.200 Euro.

Die ideale Sitzhöhe des WCs liegt zwischen 46 und 48 cm. Bei der Auswahl sollten Sie jedoch individuell darauf achten, dass Sie Ihre Füße auf den Boden stellen können. Bringen Sie außerdem Haltegriffe in Reichweite von WC und anderen Sitzgelegenheiten an, um Ihnen das Aufstehen zu erleichtern. Um die Rutschgefahr zu reduzieren, empfehlen sich darüber hinaus rutschhemmende Fliesen.

Küche
In der Küche kann auf bestimmte Handgriffe nicht verzichten werden – schließlich kocht sich das Essen nicht von alleine und Geschirr wäscht sich nicht selbst ab. Ziel des altersgerechten Umbaus ist es daher, diese körperlichen Tätigkeiten zu erleichtern. Hilfsmittel wie eine höhenverstellbare Arbeitsplatte, um im Sitzen Gemüse zu schneiden, oder der Backofen mit vollständig umschwenkbarer Tür und Auszugstableau sorgen für genau diese Entlastung. 


Darüber hinaus ermöglicht es Ihnen das höhere Anbringen von Elektrogeräten und Geschirrspüler, diese auch ohne tiefes Bücken zu bedienen. Apothekerschränke zum Ausziehen und Oberschränke mit Absenk­automatik unterstützen Sie im Alltag zusätzlich. Die Kosten für herunterfahrbare Küchenelemente beginnen bei etwa 1.400 Euro.

Schlafzimmer
Damit Sie auch im Alter noch selbstständig ins Bett gehen und aufstehen können, muss Ihr Bett die richtige Höhe haben – diese liegt in der Regel bei etwa 50 cm. Neben Ihrem Bett sollte mit mindestens 120 cm ausreichend Platz sein, bei Rollstuhlfahrern sollten es mindestens 150 cm sein. Für den Fall der Fälle ist es sinnvoll, Ihr Bett so im Raum zu platzieren, dass es für Pflegepersonal oder Familienangehörige von drei Seiten zugänglich ist. 

Ein Lichtschalter, den Sie vom Bett aus erreichen, oder eine Fernbedienung für die Lampe erleichtern Ihnen nächtliche Toilettengänge. Die Kleiderstange im Schrank sollte in Ihrer individuellen Griffhöhe angebracht sein, damit Sie sich selbstständig bedienen können.

Barrierefreien Umbau realisieren

Sie haben schon genaue oder auch nur grobe Vorstellungen, wie Sie Ihren Wohnraum barrierefrei umbauen möchten? Gerne analysieren wir gemeinsam mit Ihnen Ihren Bedarf und wählen die passende Option zur Finanzierung und Förderung Ihres Vorhabens aus:

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