Weil's um mehr als Geld geht.
Nachhaltigkeit

Sparkassen gibt es auch in Peru.

Hilfe zur Selbsthilfe

Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen und damit Perspektiven für einen Weg aus der Armut schaffen – Das ist das Ziel der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation.

Über 2.000 Mitarbeiter von Sparkassen waren seit der Gründung der Sparkassenstiftung in über 80 Ländern im Einsatz und mehr als 200 Mitarbeiter engagieren sich heute in den Projekten für finanzielle Inklusion. Eine von Ihnen ist die 24jährige Nospa-Mitarbeiterin Lale Carstensen. Sie wechselt ab August für 3 Monate von ihrem Arbeitsplatz in Schleswig nach Lima/Peru. Dort wird sie als Junior Kurzzeitexpertin die Mitarbeiter der peruanischen Sparkassen unterstützen und bei der Kundenberatung begleiten. Im Nospa-Blog berichtet Lale regelmäßig von Ihren Erfahrungen.

Frau Carstensen, wann geht es los?
Ich fliege Freitag, den 3. August, los und fange direkt Montag an. Wenn ich Glück habe, treffe ich noch eine Kollegin von der Sparkasse Südholstein, die war die drei Monate vor mir in Lima.

Was machen Sie denn genau in den kommenden drei Monaten?
Das Projekt, für das ich arbeite, will unter anderem die finanzielle Bildung der Menschen vor Ort stärken. Viele Menschen haben ein Konto, legen aber keine Ersparnisse an. Gut ausgebildete Kundenberater wirken dem entgegen, in dem sie beispielsweise auf verantwortungsvolle Kreditvergabeprozesse und auf die Förderung von Sparprodukten achten. Deshalb ist auch ein Schwerpunkt in dem Projekt die Ausbildung von Menschen, die im Bereich Finanzdienstleistungen tätig sind.

Wieso haben Sie sich auf diese Stelle beworben?
Ich möchte gerne auch einen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten. Finanzielle Unabhängigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Und natürlich möchte ich meinen eigenen Erfahrungsschatz ausweiten. Ich bin mir sicher, dass ich davon auch bei meiner Arbeit hier bei der Nospa profitieren werde. Außerdem habe ich eine hohe Affinität zu Lateinamerika.

Was mussten Sie für Voraussetzungen mitbringen, um die drei Monate für die Stiftung zu arbeiten?
Neben der fachlichen Qualifikation muss man natürlich die Sprache beherrschen. Ich spreche fließend Englisch und Spanisch. Dann gab es noch eine Art Assessment-Center. Das bestand unter anderem aus einer Gruppendiskussion, einem Interview, dem Verfassen von Geschäftsbriefen – natürlich alles auf Spanisch und Englisch.

Jetzt rückt der Abflugtermin näher – wird Ihnen da nicht ein bisschen mulmig?
Die Vorfreude überwiegt in jedem Fall. Ich hoffe, dass ich die spanischen Fachbegriffe im Finanzwesen alle immer gleich parat habe.

Worauf freuen Sie sich am meisten?
Ich bin sehr gespannt, wie die Welt der peruanischen Sparkassen aussieht. In wie weit haben die Peruaner Versicherungen? Machen sie sich Gedanken über Themen wie Altersvorsorge und Bausparen? Und natürlich freue ich mich auf die vielen neuen Eindrücke und menschlichen Erfahrungen, die mich erwarten. Ich bin mir sicher, dass  das auch meine Arbeit hier bei der Nospa bereichert.

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