Weil's um mehr als Geld geht.
Seniorin schaut bekümmert und hat den Kopf auf den Händen gestützt
Absicherung

Phishing, Enkeltrick und Co.

Wie schützen vor dreisten Betrugsmaschen?

Sie setzen auf Gutgläubigkeit, bauen Druck auf und geben sich als vertraute Person aus: Kriminelle Trickbetrüger. Oftmals sind ältere Personen betroffen, die den Betrug schlimmstenfalls gar nicht melden - aus Scham, betrogen worden zu sein. Dabei sind sie kein Einzelfall.

Täter handeln immer öfter auch aus dem Ausland. Über mehrere Konten hinweg werden erbeutete Summen transferiert, um die Herkunft zu verschleiern. An die Haustür werden Dritte geschickt, die sich als Sparkassenmitarbeiter oder Polizei-Beamte ausgeben. Oder angebliche Sparkassenmitarbeiter rufen mit der echten Sparkassen-Telefonnummer bei Kunden an und nötigen sie unter hohem Druck zu Überweisungen.  

Welche Maschen gibt es?

Trickbetrug erfolgt auf unterschiedlichste Art und Weise. Zum Beispiel im persönlichen Kontakt, telefonisch oder als Textnachricht auf verschiedenen Plattformen. In der Regel finden sich aber gemeinsame Vorgehensweisen oder Warnsignale, die man beachten sollte. Hier ein paar Beispiel-Betrugsmaschen: 

Phishing

  • Betrüger treten digital auf als seriöse Vertreter bzw. Berater (Amazon, Microsoft, Sparkasse etc.) und verweisen dringlich auf manipulierte Webseiten, auf denen sensible Daten wie Passwörter eingegeben werden müssen und abgefangen werden. Die Absenderadresse ist fehlerhaft, Sie werden nicht direkt angesprochen, es wird auf dubiose Webseiten verlinkt oder Grammatik und Rechtsschreibung sind fehlerhaft.

Gefälschte Gewinnmitteilung

  • Sie erhalten eine Gewinnbenachrichtigung, obwohl Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben. Sie sollen Vorleistungen erbringen oder eine 0900-Nummer anrufen. Die Firma sitzt im Ausland oder gibt unvollständige Kontaktmöglichkeiten an.

Enkeltrick

  • Eine unbekannte Nummer gibt sich als Verwandter oder Bekannter aus und versucht, schnell Vertrauen und Druck aufzubauen. Ihnen wird Geldnot vorgegaukelt und Überweisungen werden verlangt, die angeblich schnellstmöglich zurückgezahlt werden.

WhatsApp-Betrug

Beim WhatsApp-Betrug werden ausgewählte Opfer über WhatsApp kontaktiert. Dabei geben sich die Betrüger zum Beispiel als Sohn oder Tochter aus. Da angeblich das Handy abhandengekommen sei, melde man sich von unbekannter Nummer. Deshalb könne auch eine wichtige Zahlung nicht getätigt werden, die dann letztlich das Opfer zahlen soll. Das Geld solle aus Zeitgründen dann per Echtzeitüberweisung direkt an den Empfänger gezahlt werden. Dabei wird teilweise sogar eine vermeintliche Videolegitimation eingebunden, bei der die Betrüger in seriöser Bankkleidung vor der Kamera sitzen und noch weitere Daten erfragen.

Auch wenn Ihnen noch so schreckliche Geschichten “aufgetischt” werden - bleiben Sie ruhig, geben Sie in solchen Fällen keinerlei Informationen zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis, halten Sie mit Ihren Familienmitgliedern über bekannte Wege Rücksprache und verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei. LASSEN SIE SICH NIEMALS UNTER DRUCK zu einer Zahlung/Überweisung nötigen!

 

Es gibt etliche weitere Abwandlungen und Betrugsmaschen, die jederzeit jeden treffen können. Beispielsweise Betrug an der Haustür, falsche Polizisten oder falsche Sparkassenmitarbeiter. Eine Übersicht finden Sie bei der Polizei - aktuelle Sicherheitswarnungen auch in Ihrer Internet-Filiale. Am Ende des Artikels finden Sie einen Info-Flyer zum Download und ausdrucken. 

 

Zwei Hände bedienen ein Tablet

Viele Maschen können Sie schnell und einfach durchschauen und ihnen entgegenwirken. Beachten Sie generell folgende Verhaltenshinweise:

  • Reagieren Sie nicht auf betrügerisch erscheinende Nachrichten, beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und lassen Sie unangekündigten Besuch nicht grundlos in Ihr Haus.
  • Für Betrüger ist es heutzutage überhaupt kein Problem mehr, mit der Telefonnummer Ihrer Sparkasse im Display bei Ihnen anzurufen.
  • Leisten Sie keine Vorauszahlungen, geben Sie keine hochsensiblen Daten wie Passwörter, PINs oder TANs auf verdächtig erscheinenden Webseiten an. Suchen Sie die Sparkassen-Seite über Ihren Browser auf, achten Sie auf gesicherte Seiten (Schloss-Symbol geschlossen und https:// Anfang) und fragen Sie gegebenenfalls bei Ihrem Sparkassen-Ansprechpartner nach. Tippen Sie die Telefonnummer Ihres Beraters neu ein - nutzen Sie auf keinen Fall die Wahlwiederholungs-Funktion.
  • Achten Sie auf korrekte Schreibweisen, lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck zu irgendwelchen Handlungen und schon gar nicht zu Überweisungen nötigen und lassen Sie sich nicht ausfragen.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei an, fragen bei Ihren jeweiligen Anbietern persönlich nach oder beziehen Sie eine Vertrauensperson mit ein.

Seien Sie generell immer skeptisch. Sollten Sie Opfer eines Betruges geworden sein, melden Sie diesen auf jeden Fall der Polizei: Sie sind bei Weitem kein Einzelfall und können andere Menschen bestenfalls vor Betrügern schützen. Auch Anzeichen und Auffälligkeiten können immer hilfreich sein. News, Fakten und Tipps finden Sie auch immer bei der Polizei.

Nachgehakt!

Sollte Ihnen beispielsweise ein Schreiben von der Nord-Ostsee Sparkasse seltsam vorkommen, können Sie dieses jederzeit prüfen. Rufen Sie unsere Internet-Filiale nur über Ihren Browser oder diesen Link auf, um beispielsweise eine Transaktion zu tätigen: 

Internet-Filiale

Sollten Sie direkten Kontakt mit einem vermeinlichen Sparkassenmitarbeiter haben, denken Sie daran, dass echte Mitarbeiter nur innerhalb der Öffnungszeiten anrufen, keinen Zeitdruck aufbauen und niemals nach PINs, TANs oder Passwörtern fragen würden. Kontaktieren Sie unser Kunden Servicecenter unter 0461 1500-5555, indem Sie selbst die Nummer und nicht die Rückruftaste wählen, oder vereinbaren Sie einen Termin, um Online-Banking oder auffällige Kontobewegungen zu besprechen:

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