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Neubauprojekte

KfW-Förderprogramm

Neustart für Ihre Bauförderung

Der Stopp des KfW-Programms für energieeffizientes Bauen hat bei Immobilienbesitzern und denen, die es werden wollen, für Unruhe gesorgt. Nachdem nun Neuerungen anstehen, erfahren Sie hier mehr...

Wiederaufnahme der Energieeffizienzförderung

Die Bundesregierung hatte am 24. Januar 2022 das gesamte KfW-Förderungsprogramm unerwartet gestoppt, nachdem vorläufig nur das Aus der Energiehaus-55 Förderung Ende Januar geplant war. Hintergund ist, dass das EH-55 mittlerweile Neubau-Standard ist und keiner Förderung mehr bedarf. Zu viele Interessenten hatten kurz vor Auslaufen des Programms noch Anträge eingereicht, die mit den vorhandenen Mitteln für die gesamte Energieeffizienzförderung nicht mehr gedeckt werden konnten. Der abrupte Stopp hatte nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf Neubauten nach EH-55- und EH-40/ 40 Plus-Standard, sondern auch auf die energetische Sanierung von Gebäuden.

Nachdem der Entscheidung heftige Kritik folgte, wurde das Programm nun überarbeitet wieder aufgenommen. Seit dem 22. Februar 2022 können neue Anträge für eine energieeffiziente Sanierung gestellt werden, seit dem 20. April auch für entsprechende Neubauten. Die bereits festgelegten Förderbedingungen für Sanierungsmaßnahmen bei den Energieeffizienzstufen EH 40, 50, 70, 85 und 100 bleiben bestehen. Der Bund stellt für die Abarbeitung der vor dem 24. Januar 2022 eingegangenen Anträge sowie der Sanierungswiederaufnahme neue Mittel in Höhe von rund 9,5 Milliarden Euro zur Verfügung - für die Neubauten sind allerdings einige Einschränkungen zu beachten. 

    Die Energieeffizienzstufen

    • KfW-Effizienzhaus 40/ 40 Plus(Neubauten)
    • KfW-Effizienzhaus 55 (Neubauten)
    • KfW-Effizienzhaus 70 (Bestandsimmobilien)
    • KfW-Effizienzhaus 85 (Bestandsimmobilien)
    • KfW-Effizienzhaus 100 (Bestandsimmobilien)

    Die jeweilige Stufe gibt an, wie hoch der Primärenergiebedarf eines Hauses nach dem Gebäudeenergiegesetz ausfallen darf. Je kleiner die Zahl ist, desto weniger Energie verbraucht eine Immobilie. Vereinfacht dargestellt verbraucht ein KfW-Effizienzhaus 40 in etwa 60 Prozent weniger Energie im Vergleich zu einem KfW-Effizienzhaus 100, dem sogenannten Referenzhaus, das als Mindeststandard gilt. So erhalten Gebäude mit einer guten Energieeffizienz höhere Zuschüsse bei der Sanierung. Ein Energieeffizienzhaus mit dem EH-40-Standard kann bis zu 54.000 Euro an Zuschuss erhalten - in der Erneuerbare-Energien-Klasse sind sogar bis zu 75.000 Euro möglich . Ein Energieeffizienzhaus mit dem EH-70-Standard erhält hingegen nur bis zu 42.000 Euro. Am niedrigsten fällt der Zuschuss für den EH-100-Standard mit bis zu 30.000 Euro aus. Weitere Informationen zur Einstufung von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden finden Sie auch auf der Seite des KfW

    Förderung von Neubauten

    Wer einen kompletten Neubau plant, kann auch diese Förderung seit dem 20. April 2022 wieder beantragen - dies galt zunächst für Effizienzhaus-Stufe 40 Plus, EH 40 Erneuerbare Energien (EE) sowie EH 40 Nachhaltigkeit (NH). Das in dieser ersten Stufe bereitgstellte Budget von einer Milliarde Euro war jedoch bereits am Vormittag des gleichen Tages vollständig aufgebraucht - auch deshalb, da noch etliche Anträge mit Förderungsstopp Ende Januar unbearbeitet ausstanden. Der Einbau und Anschluss von Gasheizungen wird angesichts aktueller Bedingungen gar nicht mehr gefördert. 

    Um möglichst vielen Anträgen die Förderung gewähren zu können, hat das Ministerium die Fördersätze folgendermaßen reduziert: 

    • EH 40 EE: Bis zu maximal 15.000 € je Wohneinheit

    • EH 40 NH: Bis zu maximal 18.750 € je Wohneinheit

    • EH 40 Plus: Bis zu maximal 18.750 € je Wohneinheit

    In Stufe 2 des neu aufgelegten Programms werden jetzt nur noch Effizienzhäuser nach Standard 40 NH in Verbindung mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen gefördert. Im letzten Schritt ist ab Januar 2023 das Programm "Klimafreundliches Bauen" vorgesehen, welches im Detail noch ausgearbeitet wird. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

    Die Prüfverfahren der KfW

    Um die Qualität der Energieeffizienz zu überprüfen, nutzt die KfW drei verschiedene Instrumente:

    Die Berechnungsprüfung kommt noch vor Baubeginn zum Einsatz, um sicherzustellen, dass Ihr Bauvorhaben korrekt geplant wurde und keine unzulässigen Pauschalwerte in den Unterlagen auftauchen. So können Fehler vorab noch korrigiert und die Planung angepasst werden.

    Die Nachweisprüfung erfolgt nach Abschluss des Bauvorhabens und beschäftigt sich ebenfalls mit den Planungsunterlagen. Heben Sie diese daher unbedingt auf, auch wenn Ihr Projekt bereits abgeschlossen ist.

    Die Vor-Ort-Kontrolle findet wie die Nachweisprüfung auch erst nach Abschluss des Bauvorhabens statt. Dabei besichtigt Fachpersonal Ihre Immobilie und stellt sicher, dass beispielsweise die technischen Mindestanforderungen erfüllt werden.

    News kompakt

    • Nachdem die KfW-Förderung vom Bund Ende Januar 2022 abrupt gestoppt worden war, wurde sie nun nach deutlicher Kritik wieder aufgenommen. 
    • Seit dem 22. Februar 2022 können neue Anträge für eine energieeffiziente Sanierung gestellt werden. Die bereits festgelegten Förderbedingungen für Sanierungsmaßnahmen bleiben bestehen. 
    • Ab dem 20. April 2022 werden auch Neubauten wieder unterstützt. EH 40 Plus, 40 EE und 40 NH Standards werden zunächst mit begrenztem Budget gefördert. 

    Haben Sie noch weitere Fragen und möchten mit Ihrem Berater über das KfW-Förderprogramm sprechen? Vereinbaren Sie einfach einen Termin: 

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